Degenerative Wirbelsäulen­erkrankungen

Diagnose und Behandlung

Wartebereich

Neurochirurgische Behandlung der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule

Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule sind bei vielen Erwachsenen nachweisbar, verursachen jedoch nicht immer Beschwerden. Entscheidend ist daher, ob der Befund im MRT oder CT tatsächlich zu den vorhandenen Symptomen passt.

Als Neurochirurgin untersuche ich, ob Nerven oder das Rückenmark betroffen sind, erläutere die Bildgebung verständlich und entwickle ein individuelles Behandlungskonzept. Dieses kann konservative Maßnahmen, ultraschallgestützte und strahlenfreie Infiltrationen sowie eine neurochirurgische Zweitmeinung vor einer geplanten Wirbelsäulenoperation umfassen.

Ist eine operative Behandlung erforderlich, berate ich Sie zu den geeigneten Verfahren und überweise Sie derzeit gezielt an eine spezialisierte Klinik. Ebenso prüfe ich sorgfältig, ob eine Operation vermieden werden kann.

Entstehung und mögliche Folgen degenerativer Wirbelsäulenerkrankungen

Die Wirbelsäule besteht aus 24 beweglichen Wirbeln. Zwischen den Wirbelkörpern liegen die Bandscheiben, die Belastungen abfedern und Beweglichkeit ermöglichen. Kleine Wirbelgelenke, Bänder und die Rückenmuskulatur sorgen für zusätzliche Stabilität. Im Wirbelkanal verlaufen das Rückenmark und – unterhalb der oberen Lendenwirbelsäule – die Nervenfasern zu Becken und Beinen.

Mit zunehmendem Alter oder bei hoher Beanspruchung können Bandscheiben, Wirbelkörper, Wirbelgelenke und Bänder verschleißen. Die Bandscheiben verlieren dabei an Wasser, Elastizität und Höhe. Treten Anteile des Bandscheibengewebes durch Einrisse des äußeren Faserrings in den Wirbelkanal vor, spricht man von einem Bandscheibenvorfall.

Als Reaktion auf diese Veränderungen können knöcherne Anbauten an den Wirbelkörpern entstehen. Gemeinsam mit verdickten Bändern oder vorgewölbtem Bandscheibengewebe können sie den Wirbelkanal oder die Nervenaustrittsöffnungen einengen. Eine solche Verengung wird als Spinalkanalstenose beziehungsweise Neuroforamenstenose bezeichnet.

Sind die kleinen Wirbelgelenke betroffen, spricht man von einer Spondylarthrose oder Facettengelenksarthrose. Diese kann insbesondere belastungsabhängige Rücken- oder Nackenschmerzen verursachen. Führt der Verschleiß zu einer Instabilität, können sich Wirbel gegeneinander verschieben. Dies wird als Wirbelgleiten oder Spondylolisthesis bezeichnet.

Werden Nerven oder das Rückenmark eingeengt, können Schmerzen in Arme oder Beine ausstrahlen. Auch Kribbeln, Taubheitsgefühle, Gangstörungen oder eine nachlassende Muskelkraft sind möglich. Neu auftretende Lähmungen sowie Störungen der Blasen- oder Darmfunktion müssen unverzüglich ärztlich abgeklärt werden.

Mögliche Symptome degenerativer Wirbelsäulenerkrankungen

  • Nacken- oder Rückenschmerzen
  • In Arme oder Beine ausstrahlende Schmerzen
  • Muskelverspannungen und Bewegungseinschränkungen
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühle
  • Nachlassende Muskelkraft oder Lähmungserscheinungen
  • Verminderte Gehstrecke oder Unsicherheit beim Gehen
  • Bei einem schweren Nervenkompressionssyndrom: Lähmungen und Sensibilitätsstörungen im Reithosenbereich in Verbindung mit Blasen- oder Mastdarmfunktionsstörungen

Wichtig: Neu auftretende Lähmungen oder eine Kombination aus Sensibilitätsstörungen im Reithosenbereich und Blasen- oder Mastdarmfunktionsstörungen müssen unverzüglich ärztlich abgeklärt werden.

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